Schloss Dammsmühle

Nach der Trauung, machten wir uns zu dritt auf den Weg zum Schloss Dammsmühle. Einem Ort, den sich der Bräutigam für die Bilder gewünscht hatte. Das beste Februarwetter begleitete uns mit viel Sonnenschein, so dass sich der Weg in jedem Fall lohnte. Dorthin zu gelangen war in den letzten Kilometern durchaus ein Abenteuer, denn an diesem Tag wurden die Bäume um das Schloss herum gefällt, aber wir ignorierten entsprechende Warnhinweise, so wie die Arbeiter unsere zwei Autos. Und trotzdem bewegte uns 3 gleichermaßen die Frage, ob wir wohl den Weg zurück würden machen können. Aber darüber kann man sich auch später noch erschrecken, dachten wir. Das was jetzt zählte waren: Fotos am Schloss. 

 

 

Der Weg zum Eingang des Schlosses war gesäumt von Relikten aus vergangenen Zeiten. Verrostete weiße DDR-Laternen neigten ihre Häupter vor unseren Autos und gaben der herrschaftlichen Auffahrt ihren sehr eigenen Charakter. Wir stiegen durch eine Lücke eines Zaunes aus derselben Zeit und machten uns auf den Weg zu dem herrschaftlichen, jedoch vernageltem alten Gebäude mit viel skurrilem Charme. 

 

Die Braut trotze der eisigen Kälte und zeigte tapfer ihr wunderschönes selbstgenähtes Kleid. Und es hatte sich in jedem Fall gelohnt. Wir waren zu dritt allein, einzig ein Angler saß noch zu sehen, aber eigentlich nicht anwesend, irgendwo an dem künstlichen See. Der war gefroren und glänzte blau in der Sonne. Das Paar war so locker, wie man sich es vorstellen kann.

Alles in allem: Ein wahrer Fotografentraum. 

 

Von der Kälte etwas in der Zeit begrenzt, gingen wir um das Schloss herum zum See, über eine kleine Brücke und wieder zurück, und stolperten alle paar Meter über verfallene Erinnerungen aus alter Zeit. Und irgendwie passte alles zusammen, die beiden, dieser Ort mit seinem eigenen verschrobenen Charme aus Schön und Verfallen, Hässlich und Kitschig und ich. 

 

Als wir wieder zurückfuhren, zeigte sich, dass die aktiven Fäll-Arbeiten schon vorüber waren (was wir natürlich auf dem Hinweg bereits vermuteten, lebensmüde sind wir nicht), die Arbeiter ignorierten uns aufs Neue und wir fuhren so schnell es erlaubt war zum Mittagessen ins Warme. 

 

Ich wünsche euch viel Freude beim Anschauen der Bilder und hoffe ihr findet zumindest ein bisschen was von dem, was ich darin gefunden habe!